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Behandlungsverlauf

Operative Onkologische Sprechstunde

Tel.: (0251) 976 235 1

Mo. – Do.  |  14.30 – 16.00 Uhr

(und nach Vereinbarung)

Behandlungsverlauf

Vorsorge

Darmkrebs gehört mit über 73.000 Neuerkrankungen pro Jahr zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. In frühen Stadien ist eine Heilung in bis zu 100 % möglich. Auch in fortgeschrittenen Stadien können bis zu 80 % der Erkrankten dauerhaft geheilt werden. Entscheidend ist, das Krebsleiden so früh wie möglich zu erkennen und optimal zu therapieren. Eine gute und leitliniengerechte Vorsorge kann das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, erheblich verringern. Zu den von den gesetzlichen Krankenkassen übernommenen Vorsorgemöglichkeiten gehört ab dem 50. Lebensjahr das Abtasten des Enddarmes und ein Test auf Blut im Stuhl, der sogenannte Guajak-Test.

Seit dem 1. April 2017 stehen zur Testung auf Blut im Stuhl neue immunologische Stuhltestverfahren zu Verfügung. Hierbei wird mithilfe von Antikörpern spezifisch der menschliche Blutfarbstoff Hämoglobin nachgewiesen. Vorteil dieser Methode ist, dass sie nicht auf Störfaktoren in der Nahrung, zum Beispiel rohes Fleisch, reagiert. Ab dem 56. Lebensjahr erweitert die Darmspiegelung (Koloskopie) das gesetzliche Vorsorgeprogramm. In dieser diagnostisch angesetzten Untersuchung, kann bei Auffälligkeiten direkt interveniert werden, um zum Beispiel Polypen zu entfernen oder Biopsien zu entnehmen. Durch diese Methode kann eine mögliche Krebsentstehung schon frühzeitig verhindert werden.

 

Vorgehen / Therapie

Nach der Diagnose Darmkrebs führen wir anhand eines festen Schemas wichtige Untersuchungen durch, um das Stadium und eine mögliche Streuung (Metastasierung) festzustellen. Hierbei stehen bildgebende Verfahren wie die MRT-, CT-, Sonographie- Untersuchungen im Vordergrund, die allesamt direkt im Clemenshospital zeitnah durchgeführt werden können.
Nach dem sogenannten Staging erfolgt die stadien- und leitliniengerechte Therapie der Tumorerkrankung. Im Vordergrund steht hierbei die komplette operative Entfernung des Tumors sowie des umliegenden Gewebes.
Bei einer Krebserkrankung des Mastdarms wird in einigen Stadien bereits vor der Operation eine neoadjuvante Therapie durchgeführt.

 

Nachsorge

Nachsorge

 

Wie vermeiden wir den permanten künstlichen Darmausgang?

Die Weiterentwicklung der modernen Darmchirurgie sowie eine individuelle gründliche Planung der Operation hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer weniger dauerhaft künstliche Darmausgänge (Anus praeter) angelegt werden müssen. Eine temporäre Anlage eines künstlichen Darmausganges kann in einigen Fällen förderlich für den Heilungsverlauf sein. So können verschiedenen Komplikationen, beispielsweise einer Nahtinsuffizienz, sicher vorgebeugt werden. Ein vorübergehender künstlicher Darmausgang hat die Funktion, nachgeschaltete Darmabschnitte zu schützen und kann nach erfolgreicher Abheilung im Rahmen einer kleinen Operation zurückverlagert werden. Ein dauerhafter künstlicher Darmausgang wird in der Regel nur bei weit fortgeschrittenen oder sehr tief sitzenden Tumoren des Mastdarms und/oder bei Mitbeteiligung des Schließmuskels angelegt.

Durch die stetige Weiterentwicklung der Versorgung eines künstlichen Darmausganges, ist eine Beeinträchtigung im Alltag kaum noch vorhanden. Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise Wassersport, sind weiterhin möglich. In unserem Darmzentrum stehen spezielle Pflegekräfte und Stomatherapeuten zur Versorgung, Betreuung und Schulung jederzeit zur Verfügung.

 

Tumorkonferenz

Nach der operativen Entfernung werden die Ergebnisse der feingeweblichen, pathologischen Untersuchung sowie der bildgebenden Verfahren in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt und diskutiert. Hier kommen Experten der verschiedenen an der Diagnostik und Therapie beteiligten Fachdisziplinen zusammen, um die bestmögliche und leitliniengerechte Therapie zu beschließen. Jedes Therapieschema ist individuell auf den Patienten zugeschnitten und wird im Dialog mit dem Patienten optimiert.
Zu dem interdisziplinären Team gehören unter anderem die Radiologie, Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Strahlentherapie, Onkologie und Onkologie.